Finanzierung

 

Ich möchte Betreuungs- und Entlastungsdienste finanzieren:

- als Selbstzahler

- über meine Pflegekasse durch:

- § 39 SGB XI - Verhinderungspflege

Ist die private Pflegeperson vorübergehend an der Pflege gehindert oder muss einfach einmal ausspannen, beteiligt sich die Pflegeversicherung an den nachgewiesenen Kosten mit bis zu 2.418 Euro. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus der Verhinderungspflege (1.612 Euro) und der Kurzzeitpflege (806 Euro).

 

Ersatzpflege kann erstmalig beantragt werden, nachdem die private Pflegeperson die pflegebedürftige Person mindestens sechs Monate in ihrer häuslichen Umgebung gepflegt hat.

 

Auskünfte und Formulare zur Beantragung der Ersatzpflege sind bei jeder Krankenkasse – auch als Download – erhältlich.

 

Diese Leistung kann zur Mitfinanzierung unserer Reisen, sowie auch Betreuungs- und Entlastungsangebote genutzt werden. Der Zeitraum der Betreuung muss vom Versicherten direkt bei der Pflegekasse beantragt werden. Das Pflegegeld wird für die Zeit der Ersatzpflege (wenn über 8 Std. täglich) von der Pflegekasse um 50 % gekürzt.

- § 42 SGB XI -Kurzzeitpflege (bis zu 50 Prozent)

Ich kann bis zu 50 % des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege (bis zu 806,00 Euro) für Ersatzpflege verwenden. Dadurch können max. 2.418,00 Euro ausgegeben werden. Dabei muss ich beachten, dass dann nur noch 806,00 Euro Kurzzeitpflege zur Verfügung stehen.

- § 45b SGB XI - Entlastungsbetrag

Nach dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz stehen Menschen mit Pflegegrad I bis V Betreuungskosten in Höhe von bis zu 125,00 Euro pro Monat zur Verfügung. Diese Leistung muss einmalig bei der Pflegekasse beantragt werden. Betreuungskosten können „angespart“ werden. Im Gegensatz zur Verhinderungspflege können nicht verbrauchte Ansprüche aus dem vergangenen Kalenderjahr jeweils auf die ersten 6 Monate des Folgejahres übertragen werden (Stichtag: 30.06.). Bei der Inanspruchnahme von Betreuungskosten wird das Pflegegeld nicht gekürzt.

- § 45a SGB XI – Um­wandlung der Sach­leistungen

Verwendung des Pflege­sachleistungs­betrages für Angebote zur Unterstützung im Alltag (Umwandlungs­anspruch) nach § 45a Abs. 4 SGB IX

 

Folgende Erklärung gilt nur für Klienten ohne Leistungen eines Pflegedienstes. Bei Fragen können Sie uns gern ansprechen.

 

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege mit mindestens Pflegegrad 2 können bis zu 40 % des Pflegesachleistungsbetrages nach § 36 SGB XI für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag in Anspruch nehmen (Umwandlungsanspruch), soweit für die entsprechenden Leistungsbeträge keine ambulanten Pflegesachleistungen bezogen wurden.

 

Vor der Verwendung von bis zu 40 % des Pflegesachleistungsbetrages für Angebote zur Unterstützung im Alltag muss durch den Pflegebedürftigen direkt bei der Pflegekasse ein Antrag gestellt werden.

 

Eine Inanspruchnahme des Pflegesachleistungsbetrages ist unabhängig von der Inanspruchnahme des Entlastungsbetrages nach § 45b Abs. 1 SGB XI in Höhe von 125,00 Euro monatlich. Somit kann der Umwandlungsanspruch entweder gleichzeitig, vor oder nach der Inanspruchnahme des Entlastungsbetrages genutzt werden.

 

Beispiel:

Herr Müller bekommt 728 Euro Pflegegeld für die Pflege seiner Tochter. Davon möchte er 40 % (also 291,20 Euro) für die geplante Reise umwandeln. Bei Pflegegrad 4 betragen die Sachleistungen 1.612 Euro. Die Summe des maximalen Umwandlungsbetrags von 40 % entspricht 644,80 Euro. Herr Müller kann mit 644,80 Euro die Betreuung seiner Tochter auf der Reise finanzieren.

 

Herr Müller bekommt von uns eine Rechnung in Höhe der Betreuungskosten von 644,80 Euro und reicht diese nach der Begleichung bei der Pflegekasse ein. Die Pflegekasse überweist ihm den Rechnungsbetrag. Bei der nächsten Pflegegeldzahlung werden Herrn Müller 436,80 Euro überwiesen.

 

Fazit: Herr Müller hat für die Umwandlung von 291,20 Euro Sachleistungsbetrag einen Gegenwert von 644,80 Euro für Leistungen bekommen.

 

Man hat die Möglichkeit Pflegegeld und bis zu 40 Prozent der Sachleistungen in Kombination zu nutzen. Die Höhe der Sachleistungen hängen vom Pflegegrad ab. Die Grundlagen dafür ergeben sich aus § 45a Abs. 4 SGB XI und  § 2 Abs. 1 Pflege­unterstützungs­verordnung (PuVO). Die Umwandlung muss frühzeitig beantragt werden. Bitte erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer Pflegekasse.

Ich möchte die Reisegrundkosten für mein Kind ohne erhöhten Betreuungsbedarf finanzieren:

- über Berliner Senat (alle INK-Reisen - Reiseplätze sind begrenzt)

Reduzierter Eigenanteil bei geförderten Reisen

Die Reisegrundkosten unserer Integrationsreisen für Berliner Kinder und Jugendliche werden vom Berliner Senat gefördert.
Der Eigenanteil ist einkommensabhängig. Der Mindestbetrag beträgt 5,74 Euro pro Tag.

Ich möchte die Reisegrundkosten für mein Kind mit erhöhten Betreuungsbedarf finanzieren:

- als Selbstzahler

- über Berliner Senat (alle INK-Reisen - Reiseplätze sind begrenzt)

Reduzierter Eigenanteil bei geförderten Reisen

Die Reisegrundkosten unserer Integrationsreisen für Berliner Kinder und Jugendliche werden vom Berliner Senat gefördert.
Der Eigenanteil ist einkommensabhängig. Der Mindestbetrag beträgt 5,74 Euro pro Tag.

Ich möchte die Kosten des erhöhten Betreuungsbedarfs finanzieren:

- über meine Pflegekasse durch:

- § 39 SGB XI - Verhinderungspflege

Ist die private Pflegeperson vorübergehend an der Pflege gehindert oder muss einfach einmal ausspannen, beteiligt sich die Pflegeversicherung an den nachgewiesenen Kosten mit bis zu 2.418 Euro. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus der Verhinderungspflege (1.612 Euro) und der Kurzzeitpflege (806 Euro).

 

Ersatzpflege kann erstmalig beantragt werden, nachdem die private Pflegeperson die pflegebedürftige Person mindestens sechs Monate in ihrer häuslichen Umgebung gepflegt hat.

 

Auskünfte und Formulare zur Beantragung der Ersatzpflege sind bei jeder Krankenkasse – auch als Download – erhältlich.

 

Diese Leistung kann zur Mitfinanzierung unserer Reisen, sowie auch Betreuungs- und Entlastungsangebote genutzt werden. Der Zeitraum der Betreuung muss vom Versicherten direkt bei der Pflegekasse beantragt werden. Das Pflegegeld wird für die Zeit der Ersatzpflege (wenn über 8 Std. täglich) von der Pflegekasse um 50 % gekürzt.

- § 42 SGB XI -Kurzzeitpflege (bis zu 50 Prozent)

Ich kann bis zu 50 % des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege (bis zu 806,00 Euro) für Ersatzpflege verwenden. Dadurch können max. 2.418,00 Euro ausgegeben werden. Dabei muss ich beachten, dass dann nur noch 806,00 Euro Kurzzeitpflege zur Verfügung stehen.

- § 45b SGB XI - Entlastungsbetrag

Nach dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz stehen Menschen mit Pflegegrad I bis V Betreuungskosten in Höhe von bis zu 125,00 Euro pro Monat zur Verfügung. Diese Leistung muss einmalig bei der Pflegekasse beantragt werden. Betreuungskosten können „angespart“ werden. Im Gegensatz zur Verhinderungspflege können nicht verbrauchte Ansprüche aus dem vergangenen Kalenderjahr jeweils auf die ersten 6 Monate des Folgejahres übertragen werden (Stichtag: 30.06.). Bei der Inanspruchnahme von Betreuungskosten wird das Pflegegeld nicht gekürzt.

- § 45a SGB XI – Um­wandlung der Sach­leistungen

Verwendung des Pflege­sachleistungs­betrages für Angebote zur Unterstützung im Alltag (Umwandlungs­anspruch) nach § 45a Abs. 4 SGB IX

 

Folgende Erklärung gilt nur für Klienten ohne Leistungen eines Pflegedienstes. Bei Fragen können Sie uns gern ansprechen.

 

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege mit mindestens Pflegegrad 2 können bis zu 40 % des Pflegesachleistungsbetrages nach § 36 SGB XI für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag in Anspruch nehmen (Umwandlungsanspruch), soweit für die entsprechenden Leistungsbeträge keine ambulanten Pflegesachleistungen bezogen wurden.

 

Vor der Verwendung von bis zu 40 % des Pflegesachleistungsbetrages für Angebote zur Unterstützung im Alltag muss durch den Pflegebedürftigen direkt bei der Pflegekasse ein Antrag gestellt werden.

 

Eine Inanspruchnahme des Pflegesachleistungsbetrages ist unabhängig von der Inanspruchnahme des Entlastungsbetrages nach § 45b Abs. 1 SGB XI in Höhe von 125,00 Euro monatlich. Somit kann der Umwandlungsanspruch entweder gleichzeitig, vor oder nach der Inanspruchnahme des Entlastungsbetrages genutzt werden.

 

Beispiel:

Herr Müller bekommt 728 Euro Pflegegeld für die Pflege seiner Tochter. Davon möchte er 40 % (also 291,20 Euro) für die geplante Reise umwandeln. Bei Pflegegrad 4 betragen die Sachleistungen 1.612 Euro. Die Summe des maximalen Umwandlungsbetrags von 40 % entspricht 644,80 Euro. Herr Müller kann mit 644,80 Euro die Betreuung seiner Tochter auf der Reise finanzieren.

 

Herr Müller bekommt von uns eine Rechnung in Höhe der Betreuungskosten von 644,80 Euro und reicht diese nach der Begleichung bei der Pflegekasse ein. Die Pflegekasse überweist ihm den Rechnungsbetrag. Bei der nächsten Pflegegeldzahlung werden Herrn Müller 436,80 Euro überwiesen.

 

Fazit: Herr Müller hat für die Umwandlung von 291,20 Euro Sachleistungsbetrag einen Gegenwert von 644,80 Euro für Leistungen bekommen.

 

Man hat die Möglichkeit Pflegegeld und bis zu 40 Prozent der Sachleistungen in Kombination zu nutzen. Die Höhe der Sachleistungen hängen vom Pflegegrad ab. Die Grundlagen dafür ergeben sich aus § 45a Abs. 4 SGB XI und  § 2 Abs. 1 Pflege­unterstützungs­verordnung (PuVO). Die Umwandlung muss frühzeitig beantragt werden. Bitte erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer Pflegekasse.

- über mein zuständiges Berliner Bezirksamt (nur geförderte Reisen)

Für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung besteht zusätzlich die Möglichkeit einen Antrag auf Kostenübernahme für die behinderungsbedingten Mehrkosten bei dem für sie zuständigen Bezirksamt / Jugendamt zu stellen. Dieser Antrag sollte so frühzeitig wie möglich gestellt werden, da die Ämter diese Kosten nur erstatten, solange Fördergelder vorhanden sind.

- als Selbstzahler

Ich bin Mitarbeiter…

- der Bundesfinanzverwaltung

- des Auswärtigen Amtes

- der Bundesverwaltung für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen

…und habe ein Kind mit erhöhtem Betreuungsbedarf

Mitarbeiter Sozialwerke

Die Sozialwerke des Auswärtigen Amtes, der Bundesfinanzverwaltung sowie das Sozialwerk für Verkehr, Bau und Wohnungswesen kooperieren mit Sterntal.

Ich beantrage bei meinem zuständigen Sozialwerk eine Sterntal Reise.

Elftes Buch Sozialgesetzbuch

§ 45a Absatz 4

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege mit mindestens Pflegegrad 2 können eine Kostenerstattung zum Ersatz von Aufwendungen für Leistungen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag unter Anrechnung auf ihren Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen nach § 36 (Link 3) erhalten, soweit für den entsprechenden Leistungsbetrag nach § 36 in dem jeweiligen Kalendermonat keine ambulanten Pflegesachleistungen bezogen wurden. Der hierfür verwendete Betrag darf je Kalendermonat 40 Prozent des nach § 36 für den jeweiligen Pflegegrad vorgesehenen Höchstleistungsbetrags nicht überschreiten.

Pflegeunterstützungsverordnung (PuVO)

§ 2 Absatz 1

(…) Sie erhalten hierfür als Leistung der sozialen oder privaten Pflegeversicherung eine Kostenerstattung bis zur Höhe des Entlastungsbetrags nach § 45b Absatz 1 des Elften Buches Sozialgesetzbuch und die Möglichkeit der anteiligen Umwandlung des ambulanten Sachleistungsbetrags nach § 45a Absatz 4 des Elften Buches Sozialgesetzbuch.

§ 36 SGB XI – Sachleistungen

Auszug Gesetzestext:
Pflegebedürftige haben bei häuslicher Pflege Anspruch auf Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung als Sachleistung. Häusliche Pflegehilfe wird durch geeignete Pflegekräfte (Pflegeeinrichtung) erbracht, mit denen die Pflegekasse einen Versorgungsvertrag abgeschlossen hat. Auch durch Einzelpersonen, mit denen die Pflegekasse einen Vertrag nach § 77 Abs. 1 abgeschlossen hat, kann häusliche Pflegehilfe als Sachleistung erbracht werden. Mehrere Pflegebedürftige können Pflege- und Betreuungsleistungen sowie hauswirtschaftliche Versorgung gemeinsam als Sachleistung in Anspruch nehmen. Der Anspruch auf Betreuungsleistungen als Sachleistung setzt voraus, dass die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung im Einzelfall sichergestellt sind.